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ANTISOCIAL DANCE CLASSES

Antisocial Dance Classes lädt dazu ein, „antisocial“ neu zu denken – nicht als Isolation, sondern als Widerstand. Durch Improvisation und somatische Praktiken erforschen wir kleine Entscheidungen: näherkommen oder Abstand nehmen, Ja oder Nein sagen, bleiben oder gehen. Inspiriert von feministischen und politischen Perspektiven begreift der Kurs Verletzlichkeit und Verweigerung als Formen von Handlungsfähigkeit. Ein Raum, um Impulsen zuzuhören, Normen zu hinterfragen und sich selbst in Beziehung zu anderen treu zu bleiben.

Tanz, Workshop

MI 25.03.2026
18:00 — 20:00 Uhr

Mertonstr. 30, Bockenheim, Frankfurt am Main

Die Sessions sind nicht gefördert und werden auf Spendenbasis angeboten. Die Spenden beginnen bei 7 €, empfohlen sind 15 €. Bitte gebt, was ihr könnt. Wenn Geld ein Hindernis ist, meldet euch gern – wir finden eine Lösung, damit ihr teilnehmen könnt.

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antisocial dance classes

Informationen Barrierearmut

Auf Englisch und einfachem Deutsch

💃🏿‧ִֶָ𓂃 ࣪˖ ִִֶֶָ🥀་༘࿐tango solemi╋━ Antisocial Dance Classes

Eine Roma-feministische Dozentin, Aldessa Georgiana, sprach einmal darüber, wie Roma als „antisocial“ bezeichnet werden – als Menschen, die sich nicht an die Gesellschaft anpassen können. Doch dieselbe Gesellschaft weigert sich, sich an sie anzupassen, und fordert Integration in westliche Normen. Sie sagte: Wir wollen antisocial sein. Zwingt uns nicht zur Integration. Verändert etwas. Gebt uns eine Stimme. „Antisocial“ war auch eine nationalsozialistische Kategorie – asozial – mit der Roma, Jüdinnen, Arbeitslose, Menschen mit Behinderung, queere Menschen, Sexarbeiterinnen, Alkoholkranke und andere verfolgt wurden, die nicht der Norm entsprachen. Das Wort trägt eine Geschichte von Ausschluss und Gewalt in sich. Was könnte es also bedeuten, es sich wieder anzueignen? In einer Kultur der verpflichtenden Geselligkeit kann Rückzug Privatsphäre schützen, toxische Dynamiken reduzieren und unkonventionelle Lebensweisen ermöglichen. Antisozialität kann zur Verweigerung von Konformität werden. In diesem Kurs erforschen wir, was es bedeutet, „antisocial“ in einem sozialen Raum wie dem Tanz zu sein. Anstatt rationales Verhalten zu priorisieren, üben wir relationale Entscheidungsfindung. Durch Improvisation und somatische Scores erproben wir kleine Entscheidungen: aufeinander zugehen oder sich entfernen, bleiben oder gehen, Ja oder Nein sagen. Tanz wird zu einem Raum, um Impulsen zuzuhören, Angst oder Scham wahrzunehmen und zu fragen, ob das, was in uns eingeschrieben ist, auch wieder entschlüsselt werden kann. Antisocial – nicht als Isolation, sondern als Mut, sich selbst in Beziehung zu anderen treu zu bleiben. Die Sessions sind nicht gefördert und finden auf Spendenbasis statt.

Leitung: Zuzana Žabková (*1987, Košice) ist Künstlerin, Tänzerin und Choreografin. In ihrer Arbeit erforscht sie den Körper als eine prophetische Apparatur, die stets mit etwas verbunden ist, das über ihn selbst hinausweist. Sie beginnt häufig bei Wunden, Schwäche und Brüchigkeit und begreift diese als heilige Strategien des Überlebens. Sie interessiert sich für somatische Fiktion und kollektive Spielstrukturen, die als Laboratorien dienen, um neue Formen sozialer Beziehungen zu imaginieren und zu erproben.

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Weitere Termine:

  • MI 18.03. | 18:00

    Mertonstr. 30, Bockenheim, Frankfurt am Main

  • MI 01.04. | 18:00

    Mertonstr. 30, Bockenheim, Frankfurt am Main

  • MI 08.04. | 18:00

    Mertonstr. 30, Bockenheim, Frankfurt am Main