OPEN STUDIO DES ID_TANZHAUSES
Residenzprojekte von Santiago Mariño, Hanna Launikovich, Ida Daniel & Todor Stoyanov

Die drei diesjährigen Residenzkünstler*innen und -gruppen des ID_Tanzhauses geben einen Einblick in ihre Arbeiten und kreativen Prozesse.

Tanz, Performance, Showing, Tanz/Performance

SA 12.09.2026
17:00 — 19:30 Uhr

Premiere

Frankfurt LAB, Schmidtstr.. 12, 60326 Frankfurt am Main

Link zur Veranstaltung

“Gatherings of consolation” von Santiago Mariño zeigt Ergebnisse einer ersten Forschungsphase für ein Projekt, das südamerikanische Lyrik von Frauen mit verkörperten Tanzerinnerungen der südamerikanischen Diaspora in Deutschland verknüpft. Beide Kunstformen bereichern sich dabei gegenseitig: Bewegung, Stimme, Bühnenbild und Interaktion mit dem Publikum treten in einen Dialog miteinander. Das Publikum ist eingeladen, gemeinsam zu sitzen, zu lesen und sich zu bewegen – in einer Übung, die eine Brücke zwischen sozialen und künstlerischen Ausdrucksformen schlägt.

Hanna Launikovichs „she-zoo/schizo/ШIЗА“ untersucht, was mit dem Körper geschieht, wenn Gewalt vorstellbar wird. Ausgehend von Berichten und Erfahrungen belarussischer politischer Gefangener stellt das Stück die Frage: Wie überlebt der weibliche Körper, wenn der Raum, in dem er gefangen gehalten wird, ihn leugnet? Wie lassen sich die Erfahrungen der Gefangenschaft in Bewegung übersetzen? Eine choreografische und akustische Auseinandersetzung mit den Körpern von Inhaftierten und derer, die befürchten, selbst in Gefangenschaft zu geraten.

„Trickster-Rauschen“ von Ida Daniel und Todor Stoyanov ist eine choreografische Recherche darüber, was geschieht, wenn eine digitale Strategie, die ausbeuterische KI-Praktiken sabotiert, den Raum betritt. Selbstgebaute Klangmaschinen, alltägliche Ausdrücke und die Stimme werden zum Material eines Vorgehens, bei dem es ebenso sehr um das Zuhören und die Bewegung geht wie um Unsichtbarkeit und Widerstand. Ein Performance-Vortrag, der die ersten Ergebnisse eines fortlaufenden Projekts präsentiert.

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.

Informationen Barrierearmut

Rollstuhlgerechter Veranstaltungsraum (Keine Stufen oder Schwellen höher als 5 cm, mind. 90 cm breite Türen, rollstuhlgerechte Toilette etc.)

Es ibt Sitzsäcke

Die Sitze haben Armlehnen.