MISSING YOU

Heutzutage können wir reden, sogar mit jemandem zusammen sein, ganz ohne den anderen Körper. Vermissen wir denn unsere Gesprächspartner*innen? Wie gehen wir mit den Leerstellen um, die in einer Welt entstehen, die uns voneinander entfernt und entkörpert?

Tanz, Performance, Tanz/Performance, Gespräch und Diskussion

MO 07.09.2026
19:30 — 21:00 Uhr

2og Dondorf

Link zur Veranstaltung

Fotocredit: Jörg Baumann. Eine Person lacht, während sie sanft mit den Fingerspitzen die Hand einer anderen Person, welche außerhalb des Bildes ist, berüht.

Informationen Barrierearmut

Rollstuhlgerechter Veranstaltungsraum (Keine Stufen oder Schwellen höher als 5 cm, mind. 90 cm breite Türen, rollstuhlgerechte Toilette etc.)

Missing You. Performance 19:30 mit anschließemdem Artist Talk

Warm-Up Workshop für alle Interessierten 17:30

In der modernen Welt müssen wir kaum noch zusammenkommen: Wir sprechen über Chats oder Videocalls, Kopfhörer schirmen uns von der Außenwelt ab und für eine Unterhaltung benötigen wir keinen Menschen mehr, seit es Künstliche Intelligenz gibt. Doch fehlt da nicht etwas? Heutzutage können wir reden, sogar mit jemandem zusammen sein, ganz ohne den anderen Körper. Vermissen wir denn unsere Gesprächspartner*innen? Wie gehen wir mit den Leerstellen um, die in einer Welt entstehen, die uns voneinander entfernt und entkörpert? Was passiert, wenn die Verbindung zwischen Menschen(-körpern) schwindet – und was an ihr ist so wichtig?

Mit einer partizipativen Performance aus Interaktion, Gespräch und Tanz suchen wir nach dem, was keine KI ersetzen kann: den anderen Menschen.

Konzept: Reclaiming Dance

Co-Choreografie und Performance: Anno Bolender

Co-Choreografie: Keiko Schmitt

Choreografische Unterstützung: Die Teilnehmer*innen des tanzbasierten Recherche-Workshops "Körper in der Welt von Technik und KI" 

 

Im Rahmen von „Take care! – Festival of Solidarity and Resistance – Künstlerische Projekte, solidarische Allianzen und kritischer Austausch in Zeiten von KI und Antifeminismus“ – Ein Projekt des Frauenreferates Frankfurt.

Take care! – Festival of Solidarity and Resistance“ ist ein dezentrales Festival, das Kunst und feministische Zukunftsfragen miteinander verbindet. Im Mittelpunkt stehen temporäre, performative, kollaborative, künstlerische und aktivistische Projekte, Talks und solidarische Zusammenkünfte. Take care! fragt danach, wie Künstler:innen mit den Themen KI-Dominanz, Ressourcenkrisen und gesellschaftlicher Polarisierung umgehen, welche Fragestellungen sie entwickeln und was solidarische und widerständige Strategien sein können. Das Festival findet von August bis Oktober an verschiedenen Orten in Frankfurt statt. Es versteht sich als verbindende Plattform und bezieht verschiedene vom Frauenreferat geförderte Projekte als Satelliten in das Programm mit ein.